Assessment Center 24

Perfekt vorbereitet auf das Assessment Center

Methoden im einzelnen

Problemlösungen in einem Unternehmen erfordern nicht selten Führungsstärke, aber auch eine gehörige Portion an Teamgeist und Fingerspitzengefühl. Über die Gruppendiskussion ist es dem Assessor leicht zu beobachten, wie verhalten sich die potentiellen Mitarbeiter, wenn sie im Team/in der Gruppe arbeiten/diskutieren müssen, um eine Lösung herbei zu führen. Darum ist es für den Bewerber wichtig, selbstsicher aufzutreten, ohne seine Mitdiskutanten “zu unterdrücken”. Ein Gespräch führen und ein Gespräch dominieren macht sich nicht daran fest, den Rest der Gruppe nicht zu Wort kommen zu lassen – im Gegenteil. Wichtig ist es, zielorientiert zu diskutieren, eine Gruppendiskussion, die eventuell ohne Lösungsansatz ins Stocken gerät, neu beleben zu können.

Die Eckpfeiler der Gruppendiskussion im Assessment Center, welche die Assessoren sehen wollen, lauten: Höflichkeit, Rücksichtsnahme, Freundlichkeit, Eigenmotorik, Respekt und Kompromissbereitschaft im Interesse einer Problemlösung. Das bedeutet nicht, dass man als Bewerber die Meinung anderer Diskussionsteilnehmer 1 zu 1 zu adaptieren hat, sondern respektvoll mit anderen Lösungsansätzen – auch wenn sie nicht praktikabel sind – umgeht.

Jeder Bewerber muss sich vor der Gruppendiskussion darüber klar sein, dass er sich auf einem schmalen Grat befindet. Auf der einen Seite ist es zwingend notwendig, sich bei der Gruppendiskussion so exponiert wie eben möglich zu präsentieren – ganz gleich, ob das Diskussionsthema vorgegeben wurde oder man in der Gruppe ein Thema finden muss – und auf der anderen Seite sind natürlich die Unternehmensziele nicht zu vernachlässigen. Es macht keinen Sinn, stellt man sich selbst überlagernd ins Zentrum der Diskussion und erstickt damit die Lösungsansätze anderer Diskussionsteilnehmer.

Muss man in einer Gruppendiskussion im Assessment Center sein Können beweisen, ist es wesentlich, dabei zu überzeugen. Die eigene Meinung präzise rüber bringen, aber auch auf die Vorstellung der restlichen Teilnehmer eingehen – das ist die Fähigkeit, die im Assessment Center abgefragt wird. Wer flexibel auf die Punkte der Mitdiskutanten eingehen kann, wird in jedem Fall Pluspunkte sammeln.

Assessment Center Rollenspiele

Bei Ausschreibungen für Stellen, in welchen ein reger Kundenkontakt oder hohe Verantwortlichkeiten gefragt sind, stellen Rollenspiele ein absolutes Muss in jedem Assessment Center dar. Über Rollenspiele kann unter möglichst realistisch nachgestellten Situationen abgefragt werden, wie der Bewerber unter bestimmten Bedingungen und Vorgaben reagiert. Besonders der Faktor “Stress” wird in diesen Rollenspielen immer zentrales Thema sein.

Je nach Vorgabe müssen ein oder mehrere Bewerber im Assessment Center eine Situation nachspielen, in denen sie sich an vorgegebene Maßgaben halten müssen. Oftmals simulieren solche Rollenspiele Verkaufsgespräche, Verhandlungen über Lohn oder Gehalt, Mitarbeitermotivation, Reklamationen oder den Umgang mit Kritik. Für die Durchführung erhalten die Bewerber im Regelfall Unterlagen zu der abgerufenen Situation ausgehändigt, die sie sich ein einem vorgegebenen und knapp bemessenen Zeitfenster – Stressfaktor – verinnerlichen müssen. Der Assessor kann sich während dieser Rollenspiele ein sehr genaues Bild davon machen, wie der Bewerber in bestimmten Situationen reagiert und ob er rhetorisch wie geistig in der Lage ist, sich einem Gesprächsfluss flexibel an zu passen und seinen Standpunkt trotzdem im Unternehmenssinne klar zu vertreten.

Natürlich ist es gerade in der besonderen Situation in einem Assessment Center nicht möglich, ein absolut realitätstreues Bild von echten Gesprächen wieder zu spiegeln. Doch das bedeutet nicht, dass der Assessor keine Rückschlüsse aus dem Verhalten des Bewerbers ziehen kann. Zum einen stellt der Bewerber bei Rollenspielen seine rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis Ist der Bewerber ein geübter Redner, so fallen ihm solche Rollenspiele relativ einfach und er kann durch Souveränität überzeugen. Zum anderen wird der Bewerber an einem Punkt des Gespräches auf eine Konfliktsituation stoßen, bei der ihm auch die geschliffenste Rhetorik nicht mehr weiter helfen wird. In dieser Situation, in der eine hohe Frustrationstoleranz erwartet wird, kann der Bewerber nun durch Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit und Überzeugungskraft beweisen, dass er auch solchen Situationen gewachsen ist.

Gerade bei der Besetzung von Führungspositionen hat sich eine weniger spielerische Variante von Rollenspielen durchgesetzt: Die Führungsplanspiele. Bei diesen Führungsplanspielen werden komplexe Führungs- und Planungsprozesse simuliert, bei denen der Bewerber im Assessment Center – im Gegensatz zu den spontanen Rollenspielen – mehr Zeit hat, sich in die komplexe Thematik ein zu arbeiten. Bei diesen Führungsplanspielen kann es sich zum Beispiel um die komplexe Einteilung von Personal oder um stockende Verhandlungen über Preise handeln. Aufgrund der ausführlicheren Ausarbeitung und Umsetzung solcher Rollenspiele, kann sich der Assessor ein noch genaueres Bild des Bewerbers machen und abschätzen, ob eine Eignung für die ausgeschriebene Vakanz besteht. Diese Rollenspiele werden häufig in einem Einzel Assessment Center abgehalten.

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